Petra Regen | 2.7.2012 | Kommentare (1)
Petra allein in Uganda (385 Besucher)
Ich hoffe, dass Christine, Günther und Hans gut zu Hause angekommen sind. Wegen eines technischen Problems konnten sie nicht wie geplant am Samstag abreisen, sondern mussten eine Nacht anhängen und sind erst am Sonntag abend abgeflogen. Als Entgegenkommen hat ihnen Brussels Airlines die Übernachtung im Imperial Botanical Garden Hotel in Entebbe gezahlt. Ich hoffe also, dass nun alles gut gegangen ist.
Für mich heißt es nun, mich hier allein einzurichten. Das erste war mal, in ein Zimmer zu übersiedeln, da das Appartement mein Budget sprengen würde. Das Zimmer liegt in derselben Anlage, was natürlich den Vorteil hat, dass ich hier schon alle kenne und sie mich und dass ich hier weiterhin diesen herrlichen Swimming Pool benutzen kann. Außerdem ist es ruhig und ich habe sehr nette Nachbarn. Es gibt auch kaum Moskitos, weswegen ich ohne Moskitonetz schlafe. Ich fühle mich sehr wohl hier.
Die Menschen hier in Uganda sind sehr aufmerksam und umsichtig und nehmen sehr viel Rücksicht aufeinander. Nichts kann sie aus der Ruhe bringen. Das macht es so angenehm hier: Trotz Chaos wird kaum jemand unrund oder ungeduldig, man hört nie ein lautes Wort.
Uganda ist sehr jung: Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 15 Jahre! Babies sind hier nichts Besonderes - im Gegenteil: Es ist ungewöhnlich, kein Baby zu haben. Babies werden nicht wie rohe Eier behandelt, wie Rose uns eindrücklich vorführte. Rose hat die erste Woche für uns gekocht, bis sie früher als erwartet ihr Baby bekommen hat. Es war kein Problem für sie, mit ihrem acht Tage alten Jonathan zu unserer Farewell-Party zu kommen und ... wir trauten unseren Augen kaum ... mit ihm auf Johns Boda-Boda heimzufahren! Im Damensitz! Wow!
Im Gegensatz zu Euch in Europa ist es im Moment relativ kühl und es regnet sehr oft. Meist gießt es in Strömen und nach kurzer Zeit ist der Regen wieder vorbei. Für die Menschen, die in schlechten Wohngegenden leben, sind diese Regenschauer eine Katastrophe, weil sich binnen kurzer Zeit Sturzbäche bilden, die ihre Geschäfte und Häuser überfluten.
Gestern war ich in einer der größten Volksschulen Kampalas und heute habe ich in der Schule im Mercy Orphanage Home meine erste Unterrichtsstunde in Musik abgehalten. Davon erzähle ich Euch das nächste Mal.
Es grüßt Euch herzlich
Petra
Kommentare (1)
well back
Liebe Petra,
wir sind gestern gegen 12.00 Uhr mittags wieder wohlbehalten in Wien gelandet. Dann gab es gleich ein gutes Essen bei einem meiner Lieblingswirte und danach habe ich 11 (!!!!!) Stunden geschlafen.
Ich wünsche Dir alles Gute und danke für die eindrucksvollen Tage in Uganda.
ciao
Günther
3.07.2012, Günther